Eine runde Sache - die Knödeltage

Schüler von der Qualität heimischer Lebensmittel begeistern

 
Pressemeldung vom: 29. Juni 2006 um 9.00 Uhr
Ort: Adalbert-Stifter-Hauptschule
(Übungshauptschule der Pädagogischen Akademie der Diözese Linz, Salesianumweg 5, Linz)
Thema: Eine runde Sache - die Knödeltage
Teilnehmer: Agrarlandesrat Dr. Josef Stockinger
Präsident ÖR Hannes Herndl
Landwirtschaftskammer für OÖ
Präsident Fritz Enzenhofer, Landesschulrat für OÖ.


Schulprojekt "Eine runde Sache"
Knödeltage machen Lebensmittel unvergesslich



Das Pilotprojekt "Eine runde Sache" ist eine gelungene Kooperation zwischen dem Landesschulrat für Oberösterreich, der OÖ. Landwirtschaftskammer und dem Genussland Oberösterreich. In den zweiten Hauptschulklassen wurden die zentralen Botschaften für Lebensmittel wie Wert und Freude, Regionalität und Saisonalität, Echtheit, Geschmack und Frische den Jugendlichen im prägendem Alter mit bleibendem Eindruck vermittelt.


Lebens-Mittel sind keine Neben-Sache


Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Diese Volksweisheit hat auch bei Lebensmitteln ihre Bedeutung.

  • Aus den USA droht die Fettsucht rasch nach Europa vorzudringen (über 200 kg Lebensgewicht bei Erwachsenen, seit 2004 sterben in den USA mehr Menschen an Übergewicht als an Nikotin). Das Übergewicht bei Kinder nimmt auch bei uns dramatisch zu. Mit alle den Folgen auf Lebensqualität, das Selbstwertgefühl und die Gesundheitsfolgekosten


  • Der stark steigende Konsum an Fertiggerichten erhöht die den Konsum an „E-Nummern“(Aromastoffe, Stabilisatoren, etc.) Derzeit liegt der Konsum an dieser „Lebensmittelkosmetik“ bei 19 kg pro Kopf und Jahr, das ist höher als der Pro-Kopf-Verbrauch an Tomaten. Das natürliche Geschmacksempfinden wird gestört, löst Allergien aus, führt zu mehr Appetit und daher zu Übergewicht.


  • Lebensmittel werden immer mehr zur Nebensache: Man/Frau konsumiert neben Handy, TV, Internet, Zeitung lesen, etc. Nahrungsmitteln. Wenn Lebensmittel zur Nebensache werden, werden auch die Produzenten der Lebensmittel, die Bäuerinnen zur Nebensache. Nebensachen werden nur mehr über den Preis eingekauft.


Agrarlandesrat Dr. Josef Stockinger: "Durch das Projekt Schulknödeln sollen die Jugendlichen Lebensmittel so emotional erleben, dass sie das ganze Leben gerne daran zurückdenken, den Wert regionaler und saisonaler Lebensmittel kennen und im Einkaufsverhalten darauf Rücksicht nehmen".


Die wichtigsten Genussregeln werden konkret vermittelt


„Was ich nicht weiß, kann ich nicht schmecken“: Die Seminarbäuerinnen der Landwirtschaftkammer stellen den Knödelteig und die Vielfalt der regionalen-saisonalen Füllen sinnlich vor. Wie schmeckt die natürlichen Füllen?

"Genuss braucht Zeit"

Die Schülerinnen und Schüler nehmen sich Zeit zum sinnlichen Schmecken, Knödeldrehen, zum Kochen und zum Essen.
Langsam essen schafft den vollen Genuss und ist das beste Rezept gegen Übergewicht, weil der Magen erst nach 20 Minuten ein Sättigungsgefühl an da Gehirn meldet.

"Genuss braucht Gemeinschaft":

Die Schüler genießen ihre Knödeln gemeinsam. Gemeinsames Essen fördert das Gemeinschaftserlebnis. Dieses wichtige Gefühl muss gelernt werden.

"Genuss braucht Kultur":

Gemeinsames Aufdecken, Tischdekoration, mit einem Wort Tischkultur und das Singen des Knödelliedes sind unverzichtbare Elemente der Genusskultur und des Heimatgefühls.



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