ZUBEREITUNG:
Die Fenchelknollen putzen, der Länge nach halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, die in feine Scheiben geschnittenen Schalotten und den gehackten Knoblauch darin dünsten. Fenchel dazugeben und leicht braten; ab und zu mit einem Kochlöffel umrühren. Sobald der Fenchel braun zu werden beginnt und fast gar ist, Paradeiser, Salz und Pfeffer beifügen. Alles 5 Minuten einkochen lassen und anschließend in einer feuerfesten Form anrichten. Die restlichen Zutaten gut vermischt darüber streuen und im vorgeheizten Backrohr bei 220 °C ca. 15 Minuten goldbraun überbacken.
TIPP:
Schmeckt auch als Hauptspeise sowie als Beilage zu gegrilltem Donaufisch oder kurz gebratenem Beiried ausgezeichnet. Als weitere Variante kann das Fenchelgemüse mit Nudeln vermischt werden.
FENCHEL – Eine kulinarische Wohltat
GESUNDHEITLICHER WERT:
Fenchel ist ein äußerst feines Gemüse – vielseitig in der Verwendung und voller wertvoller Inhaltsstoffe. Kalzium und Kalium unterstützen den Knochenaufbau und die Nierenfunktion. Mit doppelt so viel Vitamin C wie eine Orange und mit einem äußerst hohen Vitamin-A-Gehalt (mit 100 g wird beinahe der Tagesbedarf an Vitamin A gedeckt) ist die Fenchelknolle eine Vitaminbombe. Sie stärkt das Immunsystem, schützt die Zellen gegen Krankheitserreger und sorgt für ein festes Bindegewebe.
SAISON:
Juni bis Oktober; aus bäuerlichem Lager bis Jänner.
BEIM EINKAUFEN:
Die Fenchelknollen müssen fest und weiß sein und dürfen keine dunklen Druckstellen aufweisen. Das zarte, frische Grün ist ebenfalls ein Zeichen für gute Qualität.
RICHTIG AUFBEWAHREN:
Im Kühlschrank ist Fenchel bis zu zwei Wochen haltbar. Allerdings sollte man ihn in Folie einwickeln oder in einem luftdicht verschlossenen Plastiksackerl lagern, damit er nicht austrocknet. Außerdem lässt er sich in Scheiben geschnitten und blanchiert gut einfrieren.
IN DER KÜCHE:
Fenchel wird halbiert und der Strunk herausgeschnitten. Je nach weiterer Verwendung wird er in Streifen oder Spalten geschnitten. Werfen Sie das Fenchelgrün nicht weg, es eignet sich besonders gut zum Würzen. In Streifen geschnittener roher Fenchel ist mit Saucen zum Dippen ein Leckerbissen. Besonders fein schmecken Fenchelsalate in Kombination mit Nüssen, Äpfeln und Orangen mit Joghurtdressing. Auch als rustikaler Salat mit Karotten, Sellerie, Frühlingszwiebeln oder Radicchio – mit einem pikanten Senfdressing – ist Fenchel eine Bereicherung des Speisezettels. Raffiniert schmeckt er auch im Suppentopf als Cremesuppe oder als Einlage in einer klaren Hühnersuppe. Ein besonderer Genuss ist Fenchelgemüse in Kombination mit Karotten oder ganz einfach mit Käsesauce überbacken.
DIE WÜRZE MACHT’S AUS:
Fenchel braucht wenig Würzung. Zitronensaft, Salz, frisch gemahlener Pfeffer und evtl. etwas Muskatnuss reichen aus. Vergessen Sie nicht darauf, das feine Fenchelgrün zum Würzen zu verwenden.
NATURHEILKUNDE:
Fenchel wurde schon zu Zeiten der hl. Hildegard von Bingen als besonderes Heilmittel verwendet. Für Menschen mit nervösem Magen und Darm ist Fenchel das Beste. Aber auch die Schleimhäute der Atemwege profitieren von den ätherischen Ölen, zum Beispiel bei Erkältungen oder Bronchitis. Die Öle beschleunigen das Abhusten von zähem, überflüssigem Schleim.